Glossar
Hier gibt es kurze Beschreibungen für das Projekt zentraler Begriffe mit Verlinkungen zu passenden Quellen.
Ein Psychotrauma ist eine tiefgreifende seelische Erschütterung, die durch überwältigende Erfahrungen entsteht, welche die psychischen Bewältigungsmechanismen einer Person überfordern und ihr Sicherheitsgefühl dauerhaft beeinträchtigen können. Man unterscheidet unter anderem akute Traumata (z. B. schwere Unfälle), komplexe Traumata (z. B. andauernde Vernachlässigung oder Gewalt in der Kindheit) sowie sekundäre Traumatisierungen (z. B. durch das Miterleben traumatischer Erfahrungen anderer in helfenden Berufen).
Schulkultur bezeichnet die Gesamtheit der Werte, Haltungen, sozialen Praktiken und ungeschriebenen Regeln, die das Zusammenleben und Lernen an einer Schule prägen. Sie zeigt sich im Umgang miteinander, in der Kommunikation, im pädagogischen Selbstverständnis sowie im Schulklima und beeinflusst maßgeblich das Wohlbefinden, die Motivation und die Entwicklung aller Beteiligten.
Armut bezeichnet einen Zustand, in dem Menschen nicht über ausreichende materielle, soziale und kulturelle Ressourcen verfügen, um ein menschenwürdiges Leben zu führen und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzuhaben. Sie äußert sich unter anderem in eingeschränktem Zugang zu Bildung, Gesundheit, Wohnraum und sozialer Teilhabe und kann sowohl absolut (Existenznot) als auch relativ (im Vergleich zum gesellschaftlichen Lebensstandard) verstanden werden.